Geplante Abfahrt: 8.00.

Zu erledigende Arbeiten: Unendlich viele.

Die To Do Liste vom Vortag im Artikel Kinderfrei ohne Schlechtes Gewissen! (1) ist leider immernoch nicht abgearbeitet, einfach weil viele Dinge noch gebraucht werden. 2  Stunden später ist es dann endlich soweit. Alles im Auto, Jungs satt, fröhlich und in der Schule starten wir dann Richtung Kinderfrei. Jedoch mit Zwischenstop im Media Markt, da mein Mann sonst leider ohne Akku Leben muss und die Reise einen angepissten Touch bekommt. Da stehen wir nun am Parkplatz mit gekauftem Kabel in der USB Buchse und stellen fest, es muss am Handy liegen, denn trotz neuem Kabel, keine Reaktion. Die Stimmung ist am Tiefpunkt aber im laufe der 30 minütigen Fahrt hat er sich langsam damit abgefunden und es wird besser.

Nachdem das Auto ausgeladen ist und wir die Kinder abgeliefert haben fahren wir nun schon leicht wehmütig los. Mit 2 Stunden Verspätung kommen wir dann endlich an. Was soll ich sagen, der erste Blick war etwas entmutigend, nachdem ich im Navi schon Marktplatz eingeben musste um es zu finden. Welches Erholungsappartment liegt denn mitten am Marktplatz? Nicht wirklich freudig und leicht enttäuscht weil ich nur Landschaft und Abgeschiedenheit erwartet hatte, stehen wir an der Rezeption zur Entspannung. Ein paar Meter weiter erreichen wir dann mit Schlüssel in er Hand unsere „Wellnesssuite“ und was soll ich sagen, es war wunderbar!!! Ich stellte mir die Frage warum man sich von der Optik so täuschen lässt? Warum beurteilt man Dinge erst nach dem Äußeren und stellt dann später fest, dass doch die Inneren Werte zählen?

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Geflasht von 85 qm Meter purer Erholung mit Finnischer Sauna, Whirlpool und Erlebnisdusche, legt sich plötzlich ein Schalter um. Von 0 auf 100 ist man völlig frei von Sorgen, Vorbildfunktion und Vorwürfen. Sich zu Hause um 15.00 Uhr nachmittags mit einem Glas Wein in die Badewanne geschweige denn in einen Whirlpool zu setzen ist ein Ding der Unmöglichkeit. Wie kommt es das man kaum einen Fuß in diese Suite setzt und plötzlich vor Charme, Energie und Leidenschaft sprudelt wie das Wasser im Whirlpool? Es muss doch einen Weg geben dieses Gefühl zu Hause ebenso in den Alltag einzubauen? Nach 3 Stunden völliger Entspanntheit, völliger Nacktheit, Sex und Wein begaben wir uns dann leicht angeschwipst mit hohen Erwartungen zum Essen.

Mit dem Glutamatgeschmack unserer Vorspeise, der fettigen Soße beim Hauptgang und Sprühsahne beim Dessert kamen wir ganz schnell wieder auf den Boden der Tatsachen zurück, was aber nicht schlimm war, denn so hatten wir Minuten später mächtig viel Gesprächsstoff im Whirlpool.